Die USA verschärfen ihre Visa-Regeln

Bis zu 20.000 US-Dollar Kaution für Besucher aus bestimmten Ländern

Ab dem 3. August 2026 führt die US-Regierung das umstrittene Visa-Kautionsprogramm dauerhaft ein. Betroffen sind Antragsteller für B-1/B-2-Visa, die für Geschäftsreisen, Tourismus und Familienbesuche genutzt werden. Gleichzeitig werden die geforderten Kautionsbeträge deutlich erhöht.

Was ändert sich?

Künftig müssen Reisende aus ausgewählten Ländern vor Erteilung eines B-1/B-2-Visums eine Kaution in Höhe von 10.000, 15.000 oder 20.000 US-Dollar hinterlegen. Die genaue Höhe wird von den US-Behörden im Einzelfall festgelegt. Im Rahmen eines Pilotprojekts lagen die Beträge bisher bei maximal 15.000 US-Dollar.

Laut dem US-Außenministerium soll diese Maßnahme dazu beitragen, Verstöße gegen die Visabestimmungen zu reduzieren und die Einhaltung der Einreisevorschriften sicherzustellen.

Wer ist betroffen?

Das Programm gilt derzeit für Staatsangehörige von 50 Ländern, darunter zahlreiche afrikanische Staaten. Die Liste wird regelmäßig überprüft und kann erweitert oder verkleinert werden.

Für Reisende aus diesen Ländern bedeutet dies, dass sie neben den üblichen Visagebühren künftig mit erheblichen zusätzlichen Kosten rechnen müssen.

Wann wird die Kaution zurückgezahlt?

Die gute Nachricht: Die Kaution ist keine zusätzliche Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung. Der gesamte Betrag wird zurückerstattet, wenn der Visuminhaber:

  • alle Bedingungen seines Visums einhält,
  • keine unerlaubte Beschäftigung aufnimmt,
  • die USA fristgerecht verlässt oder
  • rechtzeitig eine genehmigte Aufenthaltsverlängerung bzw. Statusänderung beantragt.

Wann droht der Verlust der Kaution?

Die Sicherheitsleistung kann vollständig einbehalten werden, wenn Reisende gegen die Bedingungen ihres Aufenthalts verstoßen. Dazu gehören beispielsweise:

  • ein Aufenthalt über die erlaubte Dauer hinaus,
  • verspätete Anträge auf Verlängerung oder Statuswechsel,
  • die Nichtausreise nach Ablehnung eines solchen Antrags oder
  • bestimmte Asyl- oder Schutzanträge während des Aufenthalts.

In diesen Fällen entscheidet das Department of Homeland Security (DHS), ob die Kaution verfällt.

Weitere Auflagen für Betroffene

Wer unter das Programm fällt, muss die USA über einen kommerziellen Flughafen oder eine offizielle Vorab-Grenzkontrollstelle betreten und verlassen. Zudem wird im Visum vermerkt, dass eine Kaution hinterlegt wurde.

Pilotprogramm zeigt deutliche Auswirkungen

Die US-Regierung wertet die bisherige Pilotphase als Erfolg. Statt der ursprünglich erwarteten 2.000 Fälle mussten rund 20.000 Visumantragsteller eine Kaution hinterlegen. Darüber hinaus sank die Zahl der ausgestellten B-Visa in den betroffenen Ländern laut Außenministerium um 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kritik und Bedeutung für Reisende

Kritiker sehen in dem Programm eine finanzielle Hürde, die insbesondere Bürger einkommensschwächerer Länder benachteiligen könnte. Befürworter argumentieren hingegen, dass die Maßnahme dazu beiträgt, Visaüberziehungen zu verhindern und die Einhaltung der Einreisebestimmungen zu verbessern.

Fest steht: Für viele internationale Reisende wird der Weg in die USA künftig deutlich teurer und bürokratischer. Reisende aus den betroffenen Ländern sollten sich daher frühzeitig über die aktuellen Anforderungen informieren und die möglichen Zusatzkosten in ihre Reiseplanung einbeziehen

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