FIFA WM 2026: Einreise in die USA, Kanada und Mexiko

Was Unternehmen und Fans jetzt wissen sollten

Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wird eines der größten internationalen Sportereignisse der vergangenen Jahrzehnte. Erstmals findet das Turnier in drei Gastgeberländern gleichzeitig statt: den USA, Kanada und Mexiko. Millionen Fans, Mitarbeitende internationaler Unternehmen, Medienvertreter und Dienstleister werden in den kommenden Monaten Reisen nach Nordamerika planen.

Mit der steigenden Zahl internationaler Besucher rücken jedoch auch Einreise- und Visabestimmungen stärker in den Fokus. Für Unternehmen mit international tätigen Mitarbeitenden ebenso wie für Fußballfans gilt: Eine frühzeitige Planung wird entscheidend sein.

Drei Gastgeberländer – drei unterschiedliche Einreiseverfahren

Auch wenn die FIFA WM 2026 als gemeinsames Turnier organisiert wird, gelten in jedem Gastgeberland eigene Einreise- und Aufenthaltsregelungen. Wer mehrere Spiele in unterschiedlichen Ländern besuchen möchte, muss daher die jeweiligen Anforderungen separat prüfen.

Besonders relevant ist dies für:

  • Geschäftsreisende,
  • entsandte Mitarbeitende,
  • Medien- und Eventpersonal,
  • sowie internationale Fans mit mehreren Reisezielen.

Ein gültiges Ticket allein berechtigt nicht zur Einreise. Die Entscheidung über die Einreise liegt weiterhin ausschließlich bei den jeweiligen Grenzbehörden.

USA: ESTA oder Visum rechtzeitig beantragen

Für viele europäische Staatsangehörige, darunter deutsche Reisende, ist die visafreie Einreise über das ESTA-System möglich. Dennoch gilt:

  • Die ESTA-Genehmigung muss vor Reiseantritt beantragt werden.
  • Der Reisepass muss die jeweiligen Anforderungen erfüllen.
  • Grenzbeamte können zusätzliche Nachweise verlangen.

Reisende aus Staaten außerhalb des Visa Waiver Program benötigen hingegen ein reguläres Besuchervisum. Aufgrund des erwarteten Besucheraufkommens rund um die Weltmeisterschaft sollten längere Bearbeitungszeiten einkalkuliert werden.

Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass Sicherheitskontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen deutlich umfangreicher ausfallen werden.

Kanada bereitet sich intensiv auf die FIFA WM 2026 vor

Auch Kanada hat bereits angekündigt, umfangreiche Maßnahmen zur Vorbereitung auf die FIFA WM 2026 umzusetzen. Die kanadischen Behörden arbeiten derzeit an verschiedenen Programmen, um Einreise- und Visaverfahren an das erwartete Besucheraufkommen anzupassen.

Im Fokus stehen unter anderem:

  • die Modernisierung von Einreiseprozessen,
  • zusätzliche personelle Kapazitäten,
  • digitale Verfahren,
  • sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Grenz- und Sicherheitsbehörden.

Kanada weist zudem darauf hin, dass Reisende ihre Unterlagen frühzeitig prüfen und Anträge rechtzeitig einreichen sollten. Dazu zählen insbesondere:

  • gültige Reisepässe,
  • elektronische Reisegenehmigungen (eTA),
  • sowie gegebenenfalls erforderliche Visa.

Gerade bei internationalen Großveranstaltungen kann es kurzfristig zu Änderungen bei Abläufen oder Bearbeitungszeiten kommen.

Mexiko: Verzögerungen bei Einwanderungsverfahren möglich

Auch in Mexiko zeigen sich bereits Auswirkungen organisatorischer Veränderungen im Bereich der Migrationsbehörden. Nach aktuellen Entwicklungen kommt es teilweise zu längeren Bearbeitungszeiten bei verschiedenen Verfahren.

Betroffen sind insbesondere:

  • Arbeitserlaubnisse,
  • Aufenthaltsverlängerungen,
  • Statusänderungen,
  • sowie Arbeitgeberregistrierungen.

Nach aktuellen operativen Einschätzungen gelten derzeit unter anderem folgende Bearbeitungszeiten:

Verfahren Bearbeitungszeit
Arbeitsvisum / NUT ca. 20 Werktage
Verlängerung Aufenthaltskarte ca. 15 Werktage
Ausstellung Aufenthaltskarte („Canje“) ca. 15 Werktage
Familienbasierte Statusänderung ca. 20 Werktage
Daueraufenthalt ca. 20 Werktage
Meldungen (Adresse, Arbeitgeber etc.) ca. 3 Werktage
Arbeitgeberregistrierung ca. 10 Werktage

Zusätzlich können Verfahren mit Prüfungen mexikanischer Personenstandsregister mehrere Monate dauern.

Für Unternehmen mit internationalem Personal bedeutet dies vor allem eines: ausreichend zeitliche Puffer einplanen.

Höhere Sicherheitsanforderungen während der Weltmeisterschaft

Internationale Sportgroßveranstaltungen führen regelmäßig zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Reisende sollten deshalb mit intensiveren Kontrollen rechnen.

An den Grenzen können unter anderem verlangt werden:

  • Rück- oder Weiterflugtickets,
  • Hotel- oder Unterkunftsnachweise,
  • Nachweise finanzieller Mittel,
  • Angaben zum Reisegrund.

In Einzelfällen können außerdem elektronische Geräte kontrolliert werden.

Frühzeitige Planung wird entscheidend

Sowohl Unternehmen als auch private Reisende profitieren von einer frühzeitigen Vorbereitung. Besonders bei Reisen in mehrere Gastgeberländer sollten ausreichend Zeitreserven berücksichtigt werden.

Empfehlenswert sind insbesondere:

  • rechtzeitige Beantragung von Visa oder Reisegenehmigungen,
  • Prüfung der Passgültigkeit,
  • frühzeitige Terminplanung,
  • Vorbereitung aller relevanten Unterlagen,
  • sowie regelmäßige Kontrolle aktueller Einreisebestimmungen.

Die FIFA WM 2026 wird weltweit enorme Aufmerksamkeit erzeugen. Gleichzeitig bringt ein Turnier dieser Größenordnung auch organisatorische und migrationsrechtliche Herausforderungen mit sich. Wer frühzeitig plant und aktuelle Entwicklungen im Blick behält, schafft die besten Voraussetzungen für eine reibungslose Reise nach Kanada, Mexiko und in die USA.

 

Sollten Sie Fragen zu Einreisebestimmungen für die USA, Kanada oder Mexiko im Zusammenhang mit der FIFA WM 2026 haben oder aktuelle Informationen zu Visa-Verfahren und Bearbeitungszeiten benötigen, steht IAC Unternehmensberatung Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere Visa-Abteilung unterstützt Unternehmen, Geschäftsreisende und Privatpersonen kompetent bei allen Themen rund um Visa, Einwanderung und internationale Mobilität.

Ähnliche Beiträge

EU kippt A1-Pflicht für Geschäftsreisen – und verschärft Entsendungsregelungen

A1-Bescheinigungen und Entsendungen im Sinne der Sozialversicherung – geplante Änderungen bei EU-Auslandstätigkeiten Am 29.04.2026 wurde der Vorschlag für die Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 sowie der Durchführungsverordnung Nr. 987/2009 veröffentlicht. Neben Änderungen bei Arbeitslosen- Pflege-...

Flexibilität in der Policy als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor

Compliance und Policy bei dynamischen Bedingungen am Beispiel Vereinigte Arabische Emirate Die Vereinigte Arabische Emirate zählen weiterhin zu den wichtigsten Zielregionen für internationale Entsendungen deutscher Unternehmen. Politische Stabilität, wirtschaftliche Dynamik und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen machen...

Sondernews/Merkblätter

EU kippt A1-Pflicht für Geschäftsreisen – und verschärft Entsendungsregelungen
8. Mai 2026
Flexibilität in der Policy als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor
4. Mai 2026
Auslandstandorte: Unternehmen reagieren auf steigende Kosten in Deutschland
30. April 2026
Workation und Remote Working aus dem Ausland
21. April 2026
Internationale Reisen für F 1 Studierende: Was derzeit über OPT und H 1B wichtig ist
17. April 2026
VAE lockern steuerliche Ansässigkeitsregeln für von regionalen Konflikten betroffene Expatriates
25. März 2026

Sichern Sie sich aktuelles Wissen rund um das Thema „Internationales Personalmanagement - Mitarbeiterentsendung weltweit“