USCIS verschärft Nachweispflichten

Schnellere Ablehnungen bei unvollständigen Anträgen möglich

Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat ihre Richtlinien deutlich verschärft. Seit dem 5. August 2026 können Einwanderungsanträge und Petitionen schneller abgelehnt werden, wenn wichtige Unterlagen fehlen oder die Anspruchsberechtigung nicht ausreichend nachgewiesen wird. Die Änderungen gelten sofort für alle anhängigen und neu eingereichten Verfahren.

Es gibt keine zweite Chance bei fehlenden Unterlagen.

Bislang erhielten Antragsteller in vielen Fällen zunächst eine sogenannte „Request for Evidence” (RFE) oder eine „Notice of Intent to Deny” (NOID), um fehlende Dokumente nachzureichen oder offene Fragen zu klären. Künftig können USCIS-Sachbearbeiter Anträge jedoch direkt ablehnen, wenn die erforderlichen Nachweise bereits bei der Einreichung fehlen.

Für Antragsteller:innen bedeutet dies, dass vollständige und sorgfältig vorbereitete Unterlagen wichtiger sind als je zuvor.

Kürzere und flexiblere Fristen für Nachforderungen

Auch bei RFEs gibt es Änderungen: Die bisher übliche Antwortfrist von bis zu zwölf Wochen wird nicht mehr automatisch gewährt. Stattdessen entscheiden die Sachbearbeiter im Einzelfall über die Frist zur Nachreichung von Unterlagen.

Die maximale Antwortfrist beträgt:

  • Form I-539 (Statusverlängerung/-änderung): maximal 30 Tage,
  • Form I-601A (Waiver-Anträge): maximal 30 Tage.

Antragsteller:innen müssen daher mit deutlich kürzeren Reaktionszeiten rechnen.

Mehr DNA-Tests in Familienverfahren

Parallel dazu hat die US-Einwanderungsbehörde USCIS neue Leitlinien veröffentlicht, die den Einsatz von DNA-Tests in familienbasierten Einwanderungsverfahren ausweiten. Wenn zusätzliche Nachweise zur Bestätigung familiärer Beziehungen erforderlich sind, sollen Sachbearbeiter künftig häufiger DNA-Tests empfehlen.

Auswirkungen für Unternehmen und Antragsteller:innen

Die neuen Regelungen erhöhen die Bedeutung einer sorgfältigen Antragsvorbereitung erheblich. Fehlerhafte oder unvollständige Einreichungen könnten nun schneller zu einer Ablehnung führen, ohne dass Antragsteller:innen zuvor Gelegenheit zur Nachbesserung erhalten.

Insbesondere Unternehmen, die internationale Fachkräfte beschäftigen oder versetzen, sowie Familien mit laufenden Einwanderungsverfahren sollten daher sicherstellen, dass sämtliche erforderlichen Nachweise bereits bei der Erstantragstellung vollständig vorliegen.

Fazit

Die USCIS verfolgt mit den neuen Richtlinien einen deutlich strengeren Ansatz bei der Bearbeitung von Einwanderungsanträgen. Eine vollständige Dokumentation, eine frühzeitige Vorbereitung und eine sorgfältige Prüfung aller Unterlagen werden künftig noch wichtiger sein, um Verzögerungen oder direkte Ablehnungen zu vermeiden. Antragsteller:innen und Arbeitgebern wird daher empfohlen, Verfahren besonders sorgfältig zu planen und einzureichen.

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