Was kostet die Welt?

Expats und die Lebenshaltungskosten im Ausland – Hohe Kosten für Unternehmen erschweren die Flexibilität im Global Mobility

Die Lebenshaltungskosten sind ein wichtiges Merkmal bei der Auswahl des Standortes für internationale Fachkräfte.

In welcher Stadt auf der Welt es sich am besten lebt, wird häufig mit der Frage nach den Lebenshaltungskosten der Expatriates verbunden. Nach einer Erhebung der Beratungsgesellschaft Mercer wurden dafür die Lebenshaltungskosten für ausländische Fachkräfte in 226 Städten weltweit unter die Lupe genommen.

Mercer hat für die Studie „Cost of Living City Ranking“ im März 2024 nach eigenen Angaben mehr als 200 vergleichbare Kostenfaktoren gemessen. Dazu gehörten unter anderem Kosten für das Wohnen, Transport, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Unterhaltung.

Die Überraschung ist groß, denn gleich fünf europäische Städte haben es bei der Auswertung in die Top Ten der höchsten Lebenshaltungskosten geschafft. Und wie nicht anders zu vermuten war, sind gleich vier davon in der Schweiz: Zürich (Platz drei), Genf (Platz vier), Basel (Platz fünf), Bern (Platz sechs), aber auch London kommt in den Top Ten auf den achten Platz.

Wie bereits in den vergangenen Jahren ist Hongkong auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Singapur, welche gerade in den letzten Jahren seit der Corona-Krise einen regelrechten Boom erlebt hat. „Die hohen Lebenshaltungskosten der beiden asiatischen Städte sind unseres Erachtens klar mit den hohen Mietkosten für Wohnraum zu begründen. Dies geht auch aus der Erhebung hervor“, so Kai Mütze, Geschäftsführer der IAC Unternehmensberatung GmbH. Zudem seien beide wichtige Wirtschaftszentren, die eine große Zahl von Expats anzögen, was die Warenkosten wiederum in die Höhe treibe.

Außerdem in den Top Ten finden sich New York City auf Platz sieben, Nassau auf den Bahamas auf Platz neun und Los Angeles auf Platz zehn. Alle US-amerikanischen Städte im Ranking liegen in den Top 100 und sieben Städte rangieren unter den Top 20.

Die deutschen Städte sind im Vergleich weiter hinten angesiedelt, dennoch unter den Top 100. Berlin führt an 31. Stelle des globalen Rankings die deutsche Rangliste an, gefolgt von Frankfurt auf Platz 35 und München auf Platz 38. Ebenfalls unter den Top 100 platzierten sich Düsseldorf (Platz 51), Hamburg (Platz 54), Stuttgart (Platz 70), Nürnberg (Platz 85) und Leipzig (Platz 86). Außer München und Stuttgart, die im Ranking fast unverändert geblieben sind, verteuerten sich alle anderen deutschen Städte – und das zum Teil erheblich. Frankfurt legte zum Beispiel um 13 Plätze zu, Düsseldorf stieg um 23 Plätze.

Hieraus lässt sich sicherlich der Schluss ziehen, dass auch die deutschen Städte für Unternehmen und Expats deutlich höhere Kosten auslösen. Die Einsätze nach Deutschland sind also entsprechend teurer geworden.  Es bedarf daher ggf. eines Umdenkens bei den Unternehmen, um die Vergütungspakte für die Expatriate-Einsätze anders zu gestalten. Am Ende darf es nicht dazu führen, dass sich die entsandten Mitarbeiter massiv einschränken müssen, dies würde zu einen Unwohlgefühl führen und könnte die Entsendungen in Gefahr bringen. Ein Abbruch wäre eine mögliche Konsequenz, die im Regelfall zu einem massiven finanziellen Verlust für das Unternehmen führt. Aber auch der Expatriate wäre hier ggf. unzufrieden und dies könnte sich im Unternehmen rumsprechen. Folglich wären weitere Assignments schwieriger in der Durchsetzung. „Es muss also ein Umdenken stattfinden im Global Mobility, um den Themen begegnen zu können. Höhere Kosten für Expatriate-Einsätze erschweren die Flexibilität im internationalen Personalmanagement“, so Kai Mütze.

Die IAC Unternehmensberatung ist gern für Sie da, wenn es um die Findung der richtigen Strategie für Auslandseinsätze geht. Die Kompetenz liegt ebenfalls in der Gestaltung von Richtlinien und Vergütungspaketen wie auch in der administrativen Begleitung der Entsendungen von der Visabearbeitung bis zur Payroll weltweit.

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